Teil 3

1934 wurde Willi Webels Präsident. Die Prinzengarde gedieh. Willi Webels und Otto Schlosser, der damalige Geschäftsführer, arbeiteten Hand in Hand. In der Session 1935/36 hatte die ESSENER PRINZENGARDE erstmals einen Elferrat. Die Zahl der Mitglieder wuchs wieder.

Ein großer Karnevalist unserer Gesellschaft aus jenen Tagen verstarb im Frühjahr 2000: Henk Schäfer.

Auch für die ESSENER PRINZENGARDE fing 1945 alles noch einmal von vorne an. 

Essen war eine total zerstörte, vom Krieg fast gelähmte Stadt. Aber man war noch einmal davon gekommen. Willi Webels, der schon 1934 einen Neubeginn hatte steuern müssen, übernahm wieder das Amt des Präsidenten. Der Glanz der Prinzengarde war zwar dahin, keine Uniformen, keine Requisiten, aber der karnevalistische Geist lebte weiter.

Auch der Saalbau war zerbombt. Und in den nächsten Jahren mußte die ESSENER PRINZENGARDE in den "Weinstuben" am Burgplatz ihre Sitzungen abhalten. 15 Jahre, bis 1949, blieb Willi Webels im Amt. Am 11.11.1949 überreichte er seinem Nachfolger Robert Lind die Präsidentenmütze und die Ordenskette.
Robert Lind war, wie die ESSENER PRINZENGARDE bald spürte, der rechte Mann auf dem rechten Platz. Ein Vollblutkarnevalist, dessen volkstümlicher Humor sich auf jede Sitzung übertrug. Schon 1950 entstand ein neues Offiziers- und Grenadierkorps. Kommandant: Henk Schäfer.

Inge Wöske war ein schmuckes Prinzenmariechen, das erste weibliche der Prinzengarde.
Im Jahre 1953 kam ein Amazonenkorps bestehend aus 11 jungen Essener Mädchen hinzu.
 
Nach Abschluß der Session 1955/56 legte Robert Lind sein Amt nieder. Sein Nachfolger wurde Hermann Forst.
Nach dem Ausscheiden von Hermann Forst übernahm Walter Bießmann in der Session 1964/65 das Präsidium.

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